Eingänge
Beratung NEU
Seminare
Ausbildungen
Texte
Literatur
Links
Persönliches
Kontakt

Lebenslauf und Grundsätzliches






Helmut Poller, geboren 1958 in Wien, berufstätig als Buchhändler, Nachtwächter, Verlagsleiter, Geschäftsführer einer buddhistischen Zeitschrift, Einzelunternehmer im Bereich IT-Sicherheit und etliches mehr.
Ab 1978 intensive Beschäftigung mit Magie, Hexenkunst, Schamanismus, Tarot, Kelten, Germanen, Kabbala, Ägypten, kurz mit dem, was diffus als westliche magische Tradition bezeichnet wird. Abenteuerliches Leben, Drogenerfahrungen, Aufenthalte in verschiedenen magischen Gruppierungen.
1982 Zuflucht zum Buddhismus. Erlangung geistiger Stabilität durch die aufgenommene Praxis (hauptsächlich Padmasambhava-Guru-Yoga und Mahayana-Meditation).
1986 Vollständige Einweihung in das Anuttara-Tantra durch S.H. Chetsang Rinpoche (Oberhaupt der Drikung Kagyu Schule), Beginn einer gründlichen Schulung, in deren Mittelpunkt die Yidam-Praxis steht, vor allem die Lehrzyklen von Hevajra und Vajrakila, mehrere strenge Einzelretreats. Unterweisungen durch verschiedene Meister der Drikung Kagyu - und Nyingma - Schule.
Zwischendurch drei Jahre Studium Mathematik und Informatik an der TU Wien, abgebrochen, gutes Geistestraining, welches sich später bezahlt macht.
Vertiefte Praxis der magischen Methodik von Austin Osman Spare (Sigillenmagie, Stelen als Tore zu anderen Dimensionen, nonduale Sichtweise).
1995 Gründung der Nyingma Gruppe Österreich (auf Anregung von Khenpo Chögah R.)
In der Folge verschiedene Aktivtäten in Zusammenhang mit Nyingma-Lehren, Abhaltung von Retreats, besondere Bemühungen um die Förderung der Praxis des Vajrakila-Zyklus.
1995 Erste Begegnung mit S.H. Chhimed Rigdzin Rinpoche, einem bemerkenswerten Meister der Nyingma-Schule, welcher mein Verständnis der Lehren ganz wesentlich vertieft.
Ende 1999 Pilgerreise nach Indien.
2000 Organisation einer großen Vajrakila-Übertragung durch Chhimed Rigdzin in Wien, seither mehrmals jährlich Gruppen- und Einzelreatreats zur Vajrakila-Praxis, dann auch zu anderen höheren Tantras, siehe bisherige Seminare.
Seit Ende 2001 nur noch mit indo-tibetischer tantrischer Praxis und verschiedenen entsprechenden Projekten beschäftigt. Beginn intensiver Auseinandersetzung mit dem shivaitischen Tantra.
2002 Mein verehrter Wurzellama Chhimed Rigdzin stirbt, die Nyingma Gruppe widmet ihr Sommerretreat seinem Andenken.
2002 Zweite Pilgerreise nach Indien, Teilnahme an der Einweihung der Khordong Gompa in Siliguri, eines der Lebensprojekte von Chhimed Rigdzin.
Vorbereitung einer dreimal erfolgenden Hevajra-Einweihung (2003-05) durch einen Drikung-Linienhalter, Betreuung der Übungsgruppe.
2005: Reise nach Nepal, finde einen sehr interessanten Platz: Die Leichenverbrennungsstätte Pashupatinath in Kathmandu. Weitere Vertiefung in das nonduale shivaitische Tantra.
2006: Neue Webseite kiaos.net, intensivere Aktivität in westlicher magischer Tradition,
2007-2008 erstmals Gruppenretreats zu magischen Themen

Dezember 2008: Aus einer grundsätzlichen Enttäuschung über die zahlreichen Mängel der tibetischen Hierarchie löse ich die Nyingma Gruppe auf, die Praxis der ehemaligen Mitglieder wird auf Wunsch weiter von mir betreut. Ich werde künftig nur noch Aktivitäten unternehmen, die von der tibetischen Hierarchie unabhängig sind. Ich stand ja vielen Dingen immer schon sehr skeptisch gegenüber, habe mich andererseits aber stets bemüht, in Übereinstimmung mit der Tradition zu unterrichten. Der zeitgenössische tibetische Buddhismus hat sich aber soweit von seinen Ursprüngen, den indischen Mahasiddhas, entfernt, das ich diesen geistigen Spagat nicht mehr länger aushalten will. Dazu mein Text Tibetischer Buddhismus?

Die ursprünglichen Lehren sind ungeheuer tiefgründig und zeugen von einer unglaublichen Genialität und Kreativität. Kürzlich konnte ich auf der Webseite einer tibetischen Dharmaorganisation den bemerkenswerten Satz lesen: "Do not think - recite!"
Das ist Buddhismus für die Dummen, die nicht selbständig denken können, nicht eigenverantwortlich handeln können, kein eigenständiges geistiges Werk schaffen können - und genau das ist eben kein Buddhismus.

Jan. 2009: Begründung der "Ausbildung Vidyadhara Tantra", einem systematischen Lehrgang entlang der drei Wurzeln Guru, Deva, Dakini, fußend auf der indischen tantrischen Tradition der Mahasiddhas.

Für Leute, die mit den Namen der tibetischen Übertragungslinien etwas anfangen können, folgt hier eine stark gekürzte Liste der Meister und der Linien, deren Praktiken ich über einen längeren Zeitraum ausgeführt habe bzw. noch ausführe:
  • Chetsang Rinpoche, Lama Sönam Jorphel, Ayang Rinpoche, Ontul Rinpoche, Lama Dorje Lhokar und andere: Drikung Kagyü
  • Chhimed Rigdzin Khordong Terchen Tulku: Nyingma, genauer die Tradition der nördlichen Schätze (Byangter) und der Schätze von Nuden Dorje
  • Gangteng Tulku Rinpoche: Nyingma, Schätze von Pema Lingpa
  • John Reynolds (Vajranatha): Nyingma, Dudjom Tersar
  • James Low, Dzogchen

Ich hatte in den 80er Jahren und auch später einige hervorragende Lehrer der westlichen magischen Tradition sowie des linkshändigen Hindu-Tantra (Vamamarg), keiner von ihnen gibt öffentliche Seminare oder tritt sonstwie öffentlich als Magier oder ähnliches auf, daher aus Gründen der Diskretion hier keine namentlichen Angaben. Ich lehne es auch aus guten Gründen ab, über Webseiten und Ähnliches einen Einblick in mein Privatleben zu geben.


Einige Worte zum Thema Autorisierung oder Lehrberechtigung


Besonders im Zuge der Verbreitung des Vajrayana im Westen (auch schon vorher) kam es vor allem infolge des Expansionsdranges gewisser Schulen zu einer Inflation an Autorisierungen und "Lehrberechtigungen", die über die tatsächlichen Fähigkeiten dieser Schüler nichts aussagen. Häufig wird ein Schüler (leider auch immer wieder Leute, die noch nicht sonderlich tief ins Vajrayana eingedrungen sind) z. B. von seinem Meister autorisiert, eine Gruppe zu leiten. Das sagt weder etwas über die Dharma-Kenntnisse dieser Person aus, und schon gar nicht über die Verwirklichung. Das Problem ist, das es keinen Maßstab gilt, an den sich alle halten. Manche Meister verlangen enorm viel, bevor sie ihren Schülern erlauben, in Dharma-Angelegenheiten öffentlich zu sprechen, am anderen Ende des Spektrums gibt es auch Fälle, wo Anfängern erlaubt wurde, große Zentren nicht nur zu organisieren, sondern zu leiten! Oft führen Blinde Blinde, und was für völlig verdrehte und einseitige (häufig auch sektierische) Positionen man bei manchen "Einführungsvorträgen" zu hören bekommt, ist bedauerlich. Im Gegensatz zu einem Doktor der Medizin, wo man sich gewisse Grundkenntnisse erwartet, egal woher der Titel kommt, ist die Bedeutung der Worte "Autorisierung" und "Lehrberechtigung" im Vajrayana sehr gering.

Wir haben heutzutage "autorisierte Linienhalter", die bei weitem nicht genug verwirklicht sind, um anderen nutzen zu können, die im Gegenteil ihre Schüler nur in dualistische Konzepte verwickeln. Wir haben Autorisationen, die gekauft wurden. Wir haben Autorisationen, die nur vorgetäuscht werden, aber nie gegeben wurden. Wir haben klösterliche Institute, die Ausbildungen anbieten, die automatisch mit einer Autorisation als Lama enden ...
Wir haben geerbte Autorisationen, geerbte oder gekaufte Tulku-Anerkennungen. All das finden wir im tibetischen System. Dazu ein ausführlicher Text:
Gibt es eine Autorisierung zum Geben von tantrisch-buddhistischen Einweihungen?

Das Wort Autorisation ist ohne Wert, es dient nur noch dazu, sich dahinter zu verstecken ohne ausreichende Verwirklichung zu haben und damit ein Einkommen zu erzielen, das gilt genauso für Tibeter wie für gewisse Westler, die sich einer Autorisation durch einen Tibeter rühmen.

Ich habe zwar Verbindungen zu bestimmten magischen und tantrischen Organisationen, gehöre aber keiner mehr wirklich an. Ich habe keine Verpflichtungen gegenüber irgendwelchen Personen oder Organisationen. Freiheit und Unabhängigkeit sind mein höchstes Gut. Ich berufe mich nicht auf Autorisationen und Einweihungen, Einflüsterungen durch höhere Intelligenzen, "altes geheimes Wissen" oder gar darauf von einem Großmeister der magischen Zunft am Sterbebett zu dessen "wirklichem" Nachfolger ernannt worden zu sein, ich bin auch keine Inkarnation von irgend jemand Besonderem (und wäre ich es, hielte ich darüber den Mund). Sie haben es mit MIR zu tun und nicht mit einer früheren Inkarnation von mir, ich glaube weder an gutes Karma noch an schlechtes, aus meiner Selbstverantwortung heraus habe ich mich aus eigener Kraft dorthin gesteuert, wo ich jetzt bin (war kein Spaziergang!).

Diese ermüdenden Aufzählungen von Autorisationen und Legitimationen, die man zum Beispiel auf Webseiten magischer Orden oder Organisationen von tibetischen Lamas nachlesen kann, erscheinen mir alle mehr oder minder obskur. Es kommt in jedem Fall auf den konkreten Menschen an, mit dem man es zu tun hat und nicht auf dessen "Übertragungslinie", und diesen Menschen muss man sich eben genau ansehen. Das ist bei mir kostenlos, unverbindlich und in deutscher Sprache möglich, ich habe dabei genug Zeit und sitze nicht auf einem Thron.

Ich lehre nicht in dem Stil, die Antwort auf Ihre Probleme zu kennen, ich vermittle Methoden und Werkzeuge, Sie haben die Wahl und die Verantwortung. Wahre Magie ist es, wenn Sie sich selbst in von Ihnen bestimmte Richtungen ändern und bewegen können. Die Welt ist groß und weit, exquisite Schönheit und Ekstase warten da draußen vor der warmen Stube des Normalen, tiefes Wissen und ungeahnte Möglichkeiten, aber auch Abenteuer und Gefahren!


Abgesehen von meinen Meistern, Lehrern und geistigen Vorbildern verdanke ich wesentliche Impulse für meinen Weg einigen Frauen, die mir ihre Liebe geschenkt haben und immer noch schenken, ganz besonders meiner bezaubernden Gefährtin Kamala.

Möge der Lobpreis der tausend Namen der Mahadevi niemals enden:

OM AIM HRIM SHRIM SHRIMATRE NAMAH