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Simhamukha - die löwenköpfige Dakini

12. - 19. Juni 2010, St. Anna / südl. Steiermark

Der Ort

In tausend Meter Seehöhe an den Hängen der Koralpe liegt ein abgelegenes Waldstück mit einer Lichtung in der Mitte, auf dieser steht unser Haus. Vierhundert Hektar Wald stehen uns zur Verfügung, keine Wanderwege, kaum forstliche Aktivitäten. Es gibt ein Biotop, in dem man schwimmen kann, einen tosenden Wildbach im Felsbett, eine Feuerstelle, das ganze Gebiet ist ein Kraftplatz, den wir seit vielen Jahren regelmäßig für unsere Retreats benutzen. Die Bilder auf dieser Seite zeigen den Retreatort. Er ist so abgelegen, dass keine Beschilderung hinführt, daher gibt es einen Treffpunkt im nächsten größeren Ort Schwanberg, 10 Kilometer von unserem Wald entfernt. Die Meditationsmethoden des originalen indischen tantrischen Buddhismus erfordern zumindest zeitweise einen unmittelbaren Kontakt zu den Elementen, zu Erde und Himmel, sie wurden nicht ständig im Inneren von Häusern geübt.



Das Thema

Die löwenköpfige Dakini ist eine weibliche Meditationsgottheit, deren Praxis rasch zur Erkenntnis der nondualen Natur des Geistes führen kann. Da es wenig brauchbare Infos zur Bedeutung und Funktion der Dakini deutscher Sprache gibt, habe ich hierzu einen kleinen Artikel verfasst: Die Dakini im Zwielicht
Dieser Artikel verweist auch auf weitere Quellen bezüglich der löwenköpfigen Dakini.

Wozu dient nun die Praxis der löwenköpfigen Dakini?
  • Zu allem, wozu Dakinis im allgemeinen dienen, siehe noch einmal den erwähnten Artikel
  • Zur Bewältigung von vergangenen traumatischen Situationen aller Art, inbesondere auch zur Beseitigung der Folgen leidhafter Spiritualität (Sekten, Abhängigkeitsverhältnisse, Schuldgefühle, selbst-destruktive Glaubensvorstellungen usw.), zur Verarbeitung von Mißbrauchserfahrungen, zur Aufdeckung und Bereinigung von "vertracktem Karma" (Unglücksserien, problematische Bindungen, scheinbar verfluchte Orte und ähnliches).
  • Zum Selbstschutz gegen psychische Angriffe aller Art (angefangen von manipulierenden Vorgesetzten oder Familienmitgliedern bis zu Angriffen mittels schwarzer Magie)
  • Zum Finden geeigneter Partnerinnen / Partner für die Praxis der sexuellen Vereinigung (Karmamudra)
  • Zur Erlangung magischer Kräfte, speziell Abwehrzauber, Bannen, Raumreinigung, aber auch rein positive Magie für langes Leben, Wohlstand, Charisma und ähnliches.

Das Programm

Wir beginnen mit einer vollständigen vierfachen Einweihung in das Mandala der Simhamukha (d. h. inklusive einem Gefolge weiterer tierköpfiger Dakinis, man könnte das ganze als eine altindische tantrische Hexenversammlung betrachten). Dann gibt es täglich etwa 10 Stunden Praxis und 2 Stunden Erklärungen, ein Teil der Praxis erfolgt in der Gruppe, der andere Teil erfolgt allein an einem selbst ausgesuchten Platz im Wald, um die Verbindung zu den lokalen Natur- und Elementarkräften besonders zu betonen. Die tierköpfigen Dakinis verweisen natürlich auch auf archaisch-schamanische Ursprünge, die einer vorbuddhistischen Kulturstufe angehören. Die Praxis in der Gruppe folgt einem kurzen Praxistext, der nach der Einweihung erklärt wird, bei der Einzelpraxis im Wald ist es auch möglich, Simhamukha-Texte zu verwenden, für welche die Teilnehmerin von anderen Lehrern die Ermächtigung erhalten hat.
Die Übungen berücksichtigen alle drei Phasen der tantrischen Meditation:
  • Die Erzeugungsphase mit Visualisation und Mantra
  • Die Vollendungsphase mit Energiearbeit (Zentralkanal, Chakras, Atem- und Körperübungen)
  • Die Auflösungsphase mit stiller formloser Meditation (hauptsächlich "Samadhi des Raums", was unter freiem Himmel besonders gut geht)



Die Nachbetreuung

Alle Teilnehmerinnen können nach dem Retreat jederzeit Fragen zur Praxis stellen. Mündliche Erklärungen erschöpfen sich nicht darin, dass die Technik der Praxis erklärt wird, sondern mündliche Erklärungen bestehen in der laufenden Betreuung der Übenden. Diese Gelegenheit ist im deutschsprachigem Raum nur selten gegeben, da die weitaus meisten tibetischen Reise-Lehrer des tantrischen Buddhismus immer nur Einweihungen geben, aber zur erforderlichen kontinuierlichen Betreuung ihrer Schülerinnen nicht willens oder in der Lage sind, in vielen Fällen ist es ja nicht einmal möglich, ein Einzelgespräch mit dem Meister zu führen, welches länger als zehn Minuten dauert. Bei einer Stunde Praxis täglich und kontinuierlicher Betreuung sollten sich spätestens nach ein paar Monaten bereits erste Resultate zeigen.

Die Teilnahme an dem Retreat kann auf Wunsch für die Ausbildung "Vidyadhara-Tantra" angerechnet werden.

Zeiten und Organisation

ALTES RETREAT - BUCHUNG NICHT MÖGLICH



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