Texte von Helmut Poller
Sexuelle Gnosis
Tantra - Verwirrungen und Erleuchtungen
Behandelt einige Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Verhältnis ursprüngliches Tantra und erotisch-therapeutisches Tantra, vor allem den Ersatz von echter geistiger Vereinigung durch Tantramassage und Maithuna-Ritualen mit Partnertausch.
Sexualmagie - Licht und Schatten
Sexualmagie hat genauso wie ursprüngliches Tantra nichts mit vom Geist abgetrenntem Sex zu tun, auch das Aufbegehren gegen die Prüderie des 19. Jahrhunderts, wie sie von Aleister Crowley propagiert wurde (mit "Schrecken" wie Homo-, Bi- und Anal-Sex) wirkt heutzutage deplatziert. Die Assoziation mit allerlei Finsterem und Verruchten ist falsch, Sexualmagie ist nur ein Verfahren, mit dem liebende Paare eine magische Trance und damit gewünschte Effekte erreichen können.
Die Dakini im Zwielicht
Dakini ist eine buddhistische Bezeichnung für ein weibliches erleuchtetes Wesen, das kann ein eine durch Mantra und Visualisation angerufene tantrische Entität sein, aber auch die erotische Gefährtin eines Yogi, mit welcher er die Vereinigungspraxis übt. Der Begriff wird häufig falsch interpretiert, sowohl von buddhistischer Seite als auch von Außenstehenden, dieser Text klärt die Funktionen der Dakini und die Arten ihrer Manifestation.
Was ist linkshändiges buddhistisches Tantra?
Der oft falsch interpretierte Begriff des "linkshändigen Pfades" wird anhand der Quellen erklärt: Es handelt sich um eine methodische Vorgangsweise zur Erweiterung des Bewusstseins. Von besonderer Bedeutung dabei ist das Nicht-Unterscheiden zwischen Rein und Unrein, erwünschten und nicht-erwünschten Eigenschaften, spiritueller Befreiung und magischer Macht. Zentral sind sexualmagische Methoden, die sich fundamental von den psychologisierenden Zugängen des "westlichen Tantra" unterscheiden.
Magie
Nondualität für Adeptinnen
Die nonduale Sichtweise wird hier als wesentliche Grundlage der magischen und schamanischen Arbeit beschrieben.
Autonome Magie:
Einige vorläufige Feststellungen zu meiner magischen Philosophie
Was auf dem Pfad der Nondualität NICHT gelehrt wird -
eine Abgrenzung von Systemen des Glaubens
Eine Abrechnung mit allen Formen von Wahrheit, Glauben und Ideologie, welche den Geist nur in Konzepte verwickeln, statt ihn zu befreien.
Hexenkunst und Hexenkraft - Die magischen Methoden von Austin Osman Spare
Erläutert den geistigen Hintergrund der Sigillenmagie, das Erfordernis des nondualen Gewahrseins, den "Rückwärtsweg" der echten Hexenkunst der Frühzeit, der über Rück-Erinnerung, Tierformen und Ahnen in das Ur-Bewusstein führt. Einblick in einen Weg, der in lange vergessene Tiefen des Bewusstseins zurück geht, gefunden von Austin Osman Spare, dem nach Crowley zweiten bedeutenden englischen Magier der Zeit vor 1950.
Buddhistisches Tantra - Neue Texte
Nondualität für Erleuchtungswillige
Die nonduale Sichtweise im Buddhismus in aller Kürze.
Theorie des buddhistischen Tantra
Erläutert die theoretischen Grundlagen, deren Verständnis für die Praxis der buddhistischen Tantra-Lehren erforderlich ist, mit Literaturangaben.
Gibt es eine Autorisierung zum Geben von tantrisch-buddhistischen Einweihungen?
Dieser Text ist vor allem für Übende in tibetisch-buddhistischen Gruppen gedacht, für
Menschen außerhalb dieser Szene wird die Argumentation schwierig nachzuvollziehen sein, ein
gewisser Überblick über die Lehren der drei Fahrzeuge wird vorausgesetzt.
Die Idee der Autorisierung findet sich nirgendwo in den buddhistischen Lehren, weder in den
Sutras noch in den Tantras. Es handelt sich dabei hauptsächlich um eine soziale Übereinkunft
innerhalb der Anhänger des tibetischen Buddhismus im Westen, nicht um einen Bestandteil der
Lehren. Spirituelle Autorisierung hat abgesehen von der fehlenden Lehr-Grundlage in der Praxis
gravierende Nachtteile, da es dazu kein allgemein anerkanntes, normiertes Verfahren gibt.
Gratis-Fernkurs "Grundlagen des buddhistischen Tantra ": erläutert in Theorie und Praxis die Grundlagen aus den nicht-tantrischen buddhistischen Lehren, deren Verständnis für die Praxis der Tantras erforderlich ist.
Erster Teil, Grundbegriffe des gesamten Buddhismus, Überblick zum Urbuddhismus
Zweiter Teil, Ethik-Übungen im Buddhismus, vor allem im Urbuddhismus, zeitgemäße Erläuterung der bekannten fünf Regeln der Sittlichkeit
Dritter Teil, Die drei Daseinsmerkmale Leidhaftigkeit, Nicht-Dauerhaftigkeit und Ich-Losigkeit, die zentrale Bedeutung von Ich-Losigkeit für den gesamten Buddhismus, zeitgemäße Erklärung von Ich-Losigkeit anhand der sogenannten fünf Anhäufungsgruppen
Teil Vier: Falsche Interpretationen von Ich-Losigkeit (Aufgabe des selbständigen Denkens, Unterwerfung unter eine Person oder Schule, und ähnliches mehr), Vorstellung einer zeitgemäßen Variante der traditionellen "Vorbereitenden Übungen" (für die Tantra-Praxis)
Teil Fünf: Karma und Wiedergeburt anhand der buddhistischen Sutras, Besprechung von populären Ideen zu Karma und Wiedergeburt, die sich nicht aus den Sutras ableiten lassen
Teil Sechs: Das Herzsutra, Erklärung der Leerheit, die Prajna-Paramita-Sutras, Nagarjuna und die Lehre vom "Mittleren Weg"
Weitere Informationen zu diesem Kurs
Buddhistisches Tantra - Alte Texte
Hier habe ich einen Teil der Texte versammelt, die ich in der Zeit 1995-2008 geschrieben habe, das heißt als Leiter der
"Nyingma Gruppe Österreich", also als "autorisierter" Meditationslehrer in einem tibetisch-buddhistischen Kontext.
Obwohl die Texte damals auch schon ungewöhnlich kritisch waren, zumindest wenn man die oft unkritisch-gläubige Haltung typischer westlicher Buddhisten als Maßstab nimmt, kann ich mich heute nicht mehr mit allem identifizieren, was ich früher vertreten habe.
Vieles würde ich heute NOCH kritischer formulieren, an irgendwelche "spirituelle Wahrheiten" glaube ich überhaupt nicht mehr, nur noch an die Wirksamkeit bestimmter Übungen: Das ist keine Sache des Glaubens im Sinne des Für-Wahr-Haltens verbalisierbarer Konzepte, sondern reine Erfahrung und Fähigkeit, die vor der Übung nicht da war.
Gibt es erleuchtete Kinder?
Die Antwort ist nein, was auch viele Buddhisten außerhalb des Karmapa-Kults und andere tibetischer Personenkulte genau so sehen. Der Text versucht auch die Frage zu beantworten, wie die religiöse Propaganda dieser Kulte funktioniert und warum sie im Westen so viele gläubige Anhänger findet.
Die Mahasiddhas - jenseits der Konvention
Über die indische Frühzeit der Entwicklung der buddhistischen Tantras und die sehr bedeutenden Unterschiede zum heute im Westen aktiven "tibetischen System"
Vajrakila
Vajrakila, die Gottheit des magischen Dolchs, ist eine weit verbreitete zornvolle Meditationsgottheit, mit deren Hilfe es möglich ist, sowohl innere als auch äußere Hindernisse dauerhaft aus dem Bewusstsein zu bannen. Beschreibung der vier Arten der Kila Praxis und der drei Dimensionen, in welcher sich die Gottheit manifestiert. Die Texte und Kommentare zur Kila-Praxis spiegeln viele vorbuddhistische magische Methoden.
Kalachakra - Häufige Fragen
Dieser Text klärt über einige häufige Missverständnisse zu den Inhalten und zur Praxis von Kalachakra auf. Ich halte generell nichts von Masseneinweihungen
(bei Kalachakra sehr häufig), zumal diese meistens ohne jegliche Instruktionen zur Praxis gegeben werden. Wenn man schon zu so etwas hin läuft (ich habe diesen Fehler 2002 begangen und mich nachher darüber geärgert, dass es weder Praxistexte noch mündliche Belehrungen zur Praxis gab), sollte man wenigstens nachher in Erfahrung bringen können, womit man es zu tun hat. Kalachakra ist nämlich keineswegs eine Sache des Dalai Lama und der Gelug-Mönche, sondern
wurde wie alle buddhistischen Tantras von Nicht-Mönchen entwickelt und kann NUR von Nicht-Mönchen in ALLEN Zweigen geübt werden (wegen der wie in allen Anuttara-Tantras enthaltenen sexuellen Methoden). Diese kleine Abhandlung gibt einen Einblick in den ursprünglichen Kalachakra, frei von Mönchen und frei von Massen, die das Ganze mit dem "Weltfrieden" verbinden, einer modischen Formel buddhistischer religiöser Propaganda.
Weitere Texte, die auf meiner aufgelassenen Seite ratna.info standen, sind in Überarbeitung und werden hier erscheinen
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